Geheime Geschichten



Ich bin weder sonderlich religiös, noch homophob. Aber ich fühle mich zu anderen Männern hingezogen und ekele mich dafür. Mir ist durchaus bewusst, dass schwul sein an sich normal ist, aber ich kann es für mich nicht akzeptieren. Ich fühle, dass es nicht zu meiner Persönlichkeit passt. Ich habe Bekannte aus dem LGBT Umfeld und respektiere sie vollkommen, aber für mich persönlich, für das womit ich mich identifiziere ein No-Go. Als ich 14 war habe ich mich noch zu Frauen hingezogen gefühlt, aber mittlerweile tut sich da nichts mehr. Ich kann es auch nicht ertragen zu hören, dass ich lernen muss mich mit mir selbst anzufreunden.

Phobie-Time

Ich habe eine Spinnenphobie, und glaubt mir es ist alles andere als witzig. Damit zu leben kann manchmal die Hölle sein. Wie als ich zum Beispiel einmal gerade dabei war, mein Schlafzimmer aufzuräumen und ganz aus dem nichts eine riesige Spinne, so eine Fette mit richtig langen Beinen, von der Decke runterkam und mitten im Türrahmen hängen blieb. Ich konnte auf keinen Fall mehr durch diese Tür aus dem Zimmer gehen. Am liebsten hätte ich geheult, aber ich unterdrückte es und versteckte mich unter meiner Bettdecke.

Mein Freund war erst am nächsten Tag kommen und mein Handy hatte ich verlegt... Dann habe ich versucht einfach ein wenig unter der Decke zu schlafen, aber ich konnte natürlich nicht. Also wartete ich tatsächlich einen Tag bis m...

Als Kind habe ich immer meine Haustiere gefoltert. Es waren meistens Hunde; Gary und Laura zum Beispiel. Ich weiß nicht ob ich sie aus Boshaftigkeit quälte, Ich war ja klein und ließ vor allem die Wut gegen meinen Vater, der mich immer geschlagen hatte an ihnen aus. Als ich klein war war mir das nicht so ganz klar, dass ich das so auf die Tiere projizierte, mittlerweile halte ich es für sehr wahrscheinlich. Sonst würde das heißen dass ich schon als Kind böse war. Oder vielleicht dass mein Vater mir erfolgreich beigebracht hatte, ein schlechter Mensch zu sein.

Die ersten Tiere die ich misshandelte waren zwei Schildkröten, die eine hab ich in den Toaster gesteckt und die andere angezündet. Das könnten zwar Taten eines kleinen Schlingels s...

Melonen im Eisladen

Vor langer Zeit, als ich zu der üblichen Eisdiele ging, die ich immer nach dem Mittagessen besuchte, wurde ich positiv überrascht. Anstelle der unfreundlichen alten Barista, die mich normalerweise bediente, servierte ein schönes und üppiges Mädchen das leckere Eis. So üppig, dass jedes Mal, wenn sie das Eis servieren wollte und sich danach beugte, ihre Melonen die ersten beiden Reihen der Eiscremediele streiften.

In diesen ersten Reihen, wo ihre Brüste das noch tiefgefrorene Eis berührten, befand sich der Pistazien- und Erdbeergeschmack, so dass der weiße Hintergrund ihrer Barista-Uniform ganz und gar unfreiwillig die Farben der italienischen Flagge komplettierte. Ein glücklicher Zufall, da sie selbst Italienerin war. Abgesehen davon, da...

Ich gebe zu viel Geld für Spiele aus und hasse mich dafür! Innerhalb der letzten 4 Jahre habe ich über 6200 Euro für Spiele, Konsolen, Controller und weitere Zusatzsoftware ausgegeben. Ich bin 19 Jahre und meine Familie ist nicht sonderlich reich. Ich arbeite mittlerweile regelmäßig in den Ferien und erhalte Geld zu Weihnachten und meinem Geburtstag. Jeder sollte ein Hobby haben, aber was ich tue ist verrückt.

Mein erstes Date auf Tinder: Es lief wirklich gut, klasse Frau, aber nach einer guten viertel Stunde steht sie auf und sagt: "Tut mir Leid, du bist wirklich nett aber mit uns das wird leider nichts." Vor zehn Jahren hätte mich dieser Spruch umgehauen und ich wäre im Boden versunken. Heute gehe ich auf die vierzig zu und sehe das alles anders. Ich bedanke mich höflich für ihre ehrliche Einschätzung und freue mich, doch noch einen freien Abend zu haben.

Als ich Chinesisch lernte, fand ich jemanden, mit dem ich ein deutsch-chinesisches Tandem machen konnte. Er war ein Junge aus der Provinz Shanghai und hieß Yu Hua (Name geändert). Von Anfang an wurden wir sehr enge Freunde und bald zogen wir in eine Wohnung zusammen. Wir gingen trinken, wir gingen ins Kino und bald stellte ich ihm meine Schwester vor, die schnell seine Freundin wurde. Er sprach kein Englisch und lernte Deutsch; seine Kommunikationswaffe war Gestik: das Werk seines Einfallsreichtums für die Improvisation; er wiederholte nämlich nie die gleiche Geste: kurz gesagt, man musste immer raten, was er sagte.

Dies alles machte seinen Umgang mit der Welt (außer mit denen die Chinesisch sprachen) schwierig, manchmal feindselig, ab...

FKK Berlin!

Berlin ist weltbekannt für seine FKK Kultur - für sein nudistenfreundliches Ambiente. Eines Tages wurde ich also neugierig und wollte es auch ausprobieren: Ich fuhr also zum sogenannten Teufelssee (der Name ist in Anbetracht dieser Geschichte lustig) und suchte nach einem versteckten Plätzchen um unbeobachtet nackt zu baden. Ich liess meine Klamotten unter einem Baum liegen und ging ohne Badehose ins Wasser. Es war ein cooles, befreiendes Erlebnis. ich war ca. 15 Minuten baden und war während dieser Zeit mit meinen Gedanken irgendwo anders.. denn als ich zurück ging waren meine Kleider, Handy und Badehose verschwunden!! Zum Glück ist Berlin eine sehr offene Stadt: Ich also nackt zu dem nächsten Nudistenpärchen, mir ein Handtuch geliehen und...

Wenn man versucht, über jemanden hinwegzukommen, dauert es oft eine Weile bis man wirklich versteht, dass eine Person mit der man immer sehr viel Zeit verbracht hat nicht mehr im eigenen Leben ist. Aber es ist nicht immer schwer, das beste aus der Situation zu machen: Ich bin jetzt zum Beispiel ein viel selbstbewussterer Mensch und sehe vieles jetzt in einem anderen Licht, auf eine bessere Art und Weise weil ich gelernt hab, mich selbst zu lieben.

Zusammen mit ein paar Freunden hatte ich meine zweite LSD Erfahrung im Kino. Es lief Guardians of the Galaxy 2. Wir haben jeweils 250ug zu uns genommen. Alles easy dachte ich mir, denn dies war nur geringfügig mehr als beim letzten Mal und das ging klar.

15 Minuten später setzten wir uns in die erste Reihe und waren dem Schauspiel auf der Leinwand vollends ausgesetzt. Der Film begann und zeitgleich haute das LSD rein. Alles bewegt sich, wie in einer virtuellen Realität. Anfangs konnte ich der Handlung gut folgen, aber meine Wahrnehmung beschränkte sich schnell auf einzelne Szenen, an die ich mich selbst heute noch haargenau erinnern kann.

Nach rund 45 Minuten musste ich aufs Klo. Ich stand auf und bewegte mich Richtung Ausgang. Das ...